Radhauptroute Ulm – Lehr

Radhauptroutenabschnitte Ulm – Lehr

Zur Bewertung der Radhauptroutenabschnitte:

Die Radhauptroute* (RHR) verbindet die Stadtmitte von Ulm mit dem Ortsteil Ulm-Lehr. Ab der Kreuzung des Lehrer-Tal-Weges mit der Kienlesbergstraße ist diese Route auch die Hauptverbindung vom Eselsberg Richtung Stadtmitte.

Bewertung der Radhauptroute Ulm – Lehr

Durchgängigkeit:

Die Route ist durch eine herausfordernde Vielfalt von immer wieder unterbrochenen Teilstücken ohne einheitliches Konzept geprägt und keinesfalls als durchgängig zu bezeichnen.

Sicherheit:

Heutige Standardmindestmaße für die Breite von Radwegen / Radfahrstreifen werden großteils nicht eingehalten.

An Engstellen, Querungen und Zusammenführung mit dem KFZ-Verkehr werden die Sicherheitsbedürfnisse des Radverkehrs nicht ausreichend berücksichtigt.

Instandhaltung:

Winterdienst:
Die Schneeräumung erfolgt eher „auf die“ als „von den“ Radstreifen. Die Radwege werden im Stadtbereich gut geräumt, im Stadtrandbereich teilweise komplett mit Schnee verschüttet.

Allgemeine Instandhaltung: Auf Anforderung, z.B. über das Anliegenmanagement.

Kennzeichnung / Erkennbarkeit

Die Beschilderung ist teilweise nicht stimmig. Die Radstreifenmarkierungen sind teilweise schon nicht mehr sichtbar.

Maßnahmen zur Verbesserung

  • Verbreiterung der Radfahrstreifen und Wege auf das heute übliche Mindestmaß.
    Insbesondere ist die Verbreiterung des gemeinsamen Geh- und Radwegs in Zweirichtungsführung zwischen Lehrer-Tal-Weg 170 und Einmündung Ruhetal notwendig.

  • Verlängerung des Zweichrichtungsradweges vom Ruhetal bis zur Einmündung Haselbühl.

  • Abflachen der Bordsteinkante am Kindergarten Lehrer Tal

  • Schaffung von Durchgängigkeit der Radfahrstreifen und -wege. Realisierung einer für alle Verkehrsteilnehmer eindeutigen Wegeführung, zur Konfliktvermeidung mit anderen Mobilitätsarten.



Theater – Beim Alten Fritz

Kreuzung „Beim Alten Fritz“

Umfeld:

  • Die Querung der Straße am östlichen, auf dem Bild hinterer Kreuzungsteil ist nur auf Anforderung an der Ampel möglich.
  • In Fahrtrichtung Innenstadt lässt sich die dreifache Ampelquerung für Fahrradfahrer durch Nutzung der Abfahrt der Wallstraßenbrücke Richtung Innenstadt (roter Bodenbelag im Bild) umgehen. Baulich ist der Radweg allerdings nicht dafür vorgesehen und ist mit den vornehmlich rechts abbiegenden Autofahrern nicht sicher.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • „Bettelampel“ behindert Fußgänger und Fahrradfahrer und birgt zusätzliches Gefahrenpotential.
  • Eine effiziente Überführung des vom/zum Lehrer-Tal Richtung Kienlesbergbrücke laufenden Fuß- und Radverkehrs ist dringend notwendig. Mit der von der Stadt geplanten Maßnahme „Radweg entlang Kienlesbergstraße“ wird eine ampelfreie Alternative vom Lehrer-Tal geschaffen. Die Verhältnismäßigkeit Kosten/Nutzen ist strittig.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)
  • Sichere Kreuzungen (4)


Neutorstraße stadteinwärts

Umfeld:

  • Der Radfahrstreifen endet abrupt.
  • Um in die Fahrradstraße (Zeitblomstraße östlicher Teil) zu kommen, muss erst in die Zeitblomstraße westlicher Teil abgebogen und mit dem Autoverkehr die Neutorstraße gekreuzt werden.
  • Ob der endende Fahrradstreifen und die Bordsteinabsenkung zur Weiterfahrt auf der Straße oder auf dem Fußgängerweg anhalten soll, ist nicht klar.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Komplexe und unklare Verkehrsführung.
  • Durch häufigen Verkehrsregelungswechsel hohes Gefahren- und Konfliktpotential zwischen Auto-, Fahrradverkehr und Fußgängern.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere barrierefreie Gehwege (1)
  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)
  • Sichere Kreuzungen (4)


Neutorstraße Kreuzung Zeitblohmstraße

Umfeld:

  • Der Radfahrstreifen endet abrupt und beginnt nach der Kreuzung wieder. Fahrradfahrende müssen sich für ca. 100m in den Autoverkehr eingruppieren.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Speziell bei Stau des Autoverkehrs werden auch die Fahrradfahrer blockiert.
  • Hotelgäste blockieren immer wieder den Radfahrstreifen und den Fußgängerweg.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere barrierefreie Gehwege (1)
  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)
  • Sichere Kreuzungen (4)


Neutorstraße / Neutorbrücke

Umfeld:

  • Nach Querung der Karlstraße beginnt der Radfahrstreifen nach der Fußgängerinsel.
  • Im Bereich vor der Neutorbrücke sollen Fahrradfahrer Richtung Kienlesbergbrücke abzweigen.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Die durch die Fußgängerinsel erzwungene mäandernde Verkehrsführung verursacht Konflikte mit dem Autoverkehr.
  • Die für Fahrradfahrer Richtung Lehrer-Tal angezeigte Führung in die Mitte der Fahrbahn mit anschließender Querung der Straßenbahngleise über einen Fußweg ist gefährlich und konfliktträchtig. Aus der Sicht des Radfahrers ist nicht klar, ob das Fußgängerwegschild auch für ihn bei der Querung der Gleise gilt.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)
  • Sichere Kreuzungen (4)


Beim Alten Fritz – Haselbühl

Lehrer-Tal-Weg (stadtauswärts)

Umfeld:

  • Nach Abzweigung von der Kienlesbergstraße in den Lehrer-Tal-Weg endet der Radfahrstreifen nach wenigen Metern.
  • Bis kurz vor dem Zebrastreifen dient der rechtsseitige Streifen der Straße parkenden Autos.
  • Kurz vor dem Zebrastreifen beginnt der Fahrradstreifen erneut (Breite ca. 1,2m).

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Für alle Verkehrsteilnehmer ist der häufige Verkehrsregelungswechsel gefahren- und konfliktbelastet.
  • Der Fahrradstreifen ist mit 1,2m sehr schmal und es besteht keinerlei Abstand zu den parkenden Autos.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)


Lehrer-Tal-Weg (stadteinwärts)

Umfeld:

  • Der Fahrradstreifen endet vor der Einmündung in die Kienlesbergstraße.
  • Die Radwegeführung Richtung Kienlesbergbrücke, Wallstraßenbrücke und Am Bleicher Hag ist komplex und erst unmittelbar vor der Ampel ausgeführt und ersichtlich .

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Für alle Verkehrsteilnehmer ist der häufige Verkehrsregelungswechsel gefahren- und konfliktbelastet.
  • Die Wegeführung ist für Fußgänger und Fahrradfahrer wenig effizient.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere barrierefreie Gehwege (1)
  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)
  • Sichere Kreuzungen (4)


Haselbühl – Ruhetal

Lehrer-Tal-Weg: Einmündung Haselbühl (stadtauswärts)

Umfeld:

  • An der Einmündung Haselbühl geht der Lehrer-Tal-Weg in den unbebauten Bereich über.
  • Der stadtauswärts führende Radfahrstreifen ist mit 1,2m schmal.
  • Stadteinwärts ist kein Radfahrstreifen vorhanden, allerdings ein reiner Fußweg direkt an der Straße.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Der Lehrer-Tal-Weg wird auch von LKWs und Bussen genutzt. Die Radinfrastruktur ist an dieser Stelle ungenügend um eine sicheres Nebeneinander zu gewährleisten.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)


Lehrer-Tal-Weg: Einmündung Ruhetal (stadteinwärts)

Umfeld:

  • An der Einmündung Ruhetal endet der abschüssige Fuß- und Radweg mit einem kurzen Radfahrstreifen.
  • Der Autoverkehr (Ortsschild erst wenige Meter vorher) muss aufgrund der Querungshilfe und insbesondere bei Gegenverkehr abbremsen.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Keine klare Regelung der Verkehrssituation
  • Hier ist Potential für eine einfache Verbesserung: Nutzung des reinen Fußweges als Fahrradweg bis zur Einmündung Haselbühl. Fußgänger über den einige Meter parallel dazu bereits verlaufenden Fußgängerweg an den Häusern entlang führen.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)


Ruhetal – Häckselplatz Lehrer-Tal

Video clip

Lehrer-Tal-Weg am Ortsschild

Umfeld:

  • Zwischen Einmündung Ruhetal und dem Lehrer-Tal-Weg 172 (Richtung Häckselplatz / Botanischer Garten) ist RHR ein kombinierter Zweirichtungsfuß- und Radweg mit 1,9m Breite. Er liegt in einer leichten Kurve und ist von der Straße nur durch den 10cm breiten Bordstein getrennt. Die Begrenzung auf der anderen Seite des Weges bildet ein Hang mit Betonsockel und Bewuchs.
  • Autos, Busse und LKWs befahren die Straße bis unmittelbar an den Bordstein.
  • Bei Dunkelheit und viel Verkehr (vor allem B10 Ausweichverkehr) wird insbesondere der stadtauswärts fahrende Radverkehr durch Autoscheinwerfer stark geblendet. Dies ist vor allem der einseitigen Radwegeführung geschuldet.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Der nur 1,9m schmale gemeinsamen Geh- und Radweg in Zweirichtungsführung ist nicht ausreichend dimensioniert und entspricht keiner zeitgemäßen Bauvorgabe.
  • Starke Kollisionsgefahr an dieser Engstelle (Autor hatte hier selbst eine Kollision mit einem Radfahrer).

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere barrierefreie Gehwege (1)
  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)


Häckselplatz Lehrer-Tal –
Kindergarten Lehrer Tal eV

Straßenquerung Häckselplatz Lehrer-Tal

Umfeld:

  • Die RHR quert am Häckselplatz den Lehrer-Tal-Weg (90°).
  • Neben dem direkten Straßenverkehr (Beschränkung auf 70 km/h) ist auch der Verkehr zu den Kleingärten und dem Häckselplatz zu berücksichtigen.
  • Der stadtauswärtes fahrende Autoverkehr wird erst über eine Kuppe hinweg sichtbar, der stadteineinwärts fahrende Autoverkehr ist gut ein zu sehen.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Die Querung ist aufgrund der hohen zulässigen Geschwindigkeit des Autoverkehrs bei hohem Verkehrsaufkommen (Ausweichverkehr B10) zeitaufwändig und teilweise riskant.
  • Es ist keine Querungshilfe, wie für Fußgänger im Bereiches des Parkplatzes am Botanischen Garten, vorhanden.
  • Grundsätzlich wäre eine Radverkehrsführung ohne mehrmaligen Seitenwechsel, d.h. seitenbegleitend dem Autorichtungsverkehr notwendig.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere barrierefreie Gehwege (1)
  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)
  • Sichere Kreuzungen (4)


Video clip

Kindergarten Lehrer Tal eV – Häckselplatz Lehrer-Tal

Umfeld:

  • Zwischen dem Kinderkarten Lehrer Tal eV und der Straßenquerung des Lehrer-Tal-Wegs am Häckselplatz ist der gemeinsame Geh- und Radweg in Zweirichtungsführung nur durch den 10cm breiten Bordstein von der bergaufwärts führenden Fahrbahn getrennt.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Bei Dunkelheit und viel Verkehr (B10 Ausweichverkehr) wird insbesondere der stadteinwärts fahrende Radverkehr durch Autoscheinwerfer stark geblendet. Dies ist vor allem der einseitigen Radwegeführung geschuldet.
  • Die auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg laufenden Fußgänger sind unter solchen Umständen für Fahrradfahrer nicht (leicht) erkennbar.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere barrierefreie Gehwege (1)
  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)


Abzweigung Kindergarten Lehrer Tal eV

Umfeld:

  • An der Abzweigung Kindergarten Lehrer Tal eV sind die Randsteine hoch und scharfkantig.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Niveaugleiches Überführung ist eine einfache Behebungsmaßname.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere Radwege (2)


Kindergarten Lehrer Tal eV – Berliner Ring

Lehrer-Tal-Weg südliche Auffahrt auf Berliner Ring – Brücke über Berliner Ring

Umfeld:

  • Die Schneeräumung der Straße erfolgt auf den Fuß- und Radweg. 

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Der gemeinsame Fuß- und Radweg ist so nicht mehr nutzbar.
  • Auch in der Stadt wird vor allem auf die Radfahrstreifen hin geräumt.
  • Durch die RHR Führung unmittelbar im Räumbereich der Straße, tritt dieses Problem entlang der gesamten Strecke auf.

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere barrierefreie Gehwege (1)
  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)
  • Instandhaltung von Fuß- und Radwegen (7)


Lehrer-Tal-Weg südliche Auffahrt auf Berliner Ring (stadteinwärts)

Umfeld:

  • Nach der Beschilderung endet der Radweg hier. Die Radhauptroute läuft nach links auf einem ungeräumten Weg weiter.
  • Der straßenbegleitende Weg wurde geräumt, ist für Fahrradfahrer aber gesperrt.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Die Beschilderung entspricht nicht dem Radroutenplan. 

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere barrierefreie Gehwege (1)
  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)
  • Instandhaltung von Fuß- und Radwegen (7)


Brücke Berliner Ring – Ortseingang Lehr

Ortsanfang Lehr – Ringstraße

Umfeld:

  • Der gemeinsame Geh- und Radweg in Zweirichtungsführung ist 1,6m schmal.
  • Er endet am Ortseingang ohne für den Autofahrer sichtbare Überführung des Radverkehrs auf die Straße.

Beurteilung aus Sicht von Fahrradfahrern und Fußgängern:

  • Die Breite des RHR reicht nicht für die Begegnung von zwei Rädern mit breiten Lenkern (MTB Lenkerbreite > 70cm ist nicht ungewöhnlich).

Deshalb die Forderung nach der Umsetzung insbesondere der folgenden Ziele des FuR Ulm:

  • Sichere barrierefreie Gehwege (1)
  • Sichere Radwege (2)
  • Durchgängige Radvorrangrouten (3)


Newsletter Abonnement
icon